KiMyDog: Schmerzen erkennen

Viele kennen ihn, doch was ist das eigentlich: der Schmerz?

Schmerzen sind subjektive Sinnesempfindungen, die durch Verletzung, Reizung oder Entzündung des Gewebes entstehen.
Schmerz kann in zwei Kategorien eingeteilt werden: akut und chronisch.
Akuter Schmerz entsteht als Reaktion auf eine Verletzung und nimmt im Verlauf der Heilung ab. Ein akuter Schmerz weist den Charakter eines Warn- und Leitsignals auf. Dieses Signal kann auch wegweisend für Diagnose und Therapie sein.
Aber manchmal dauert der Schmerz an obwohl der schmerzauslösende Reiz bereits entfernt wurde, es liegen chronische Schmerzen vor. Schädigende Prozesse, wie z.B. Arthritis, führen zu solch einer anhaltenden Schmerzhaftigkeit.

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Menschen können über ihren Schmerz sprechen, aber was ist mit Hunden?

Sie können zwar nicht sprechen, doch Hunde fühlen auch Schmerzen und können sie, wie auch Menschen, äußern. Aber wie?
Da auch bei Tieren die Äußerung von Schmerzen sehr stark von deren Charakter und deren individueller Schmerztoleranz abhängig ist, kann man keine konkreten Signalpunkte für die Schmerzäußerung bei Hund nennen. Viele Tiere können ihre Schmerzen nicht offensichtlich zeigen, was aber nicht bedeutet, dass sie keinen Schmerz verspüren.
Zunächst unwesentlich Erscheinendes, wie z. B. ein Schlenkern oder eine Veränderung des Appetits, kann ein Hinweis auf das Vorhandensein von Schmerzen sein. Kleine Verhaltensänderungen werden oft als natürliche Folge des Alters fehlinterpretiert und nicht als Schmerzsignale verstanden.

Ein paar Hinweise, wie Sie den Schmerz Ihres Hundes erkennen können:

- Verändertes Verhalten: z.B. ungewohnte Ruhelosigkeit oder Aggressivität, im Gegensatz dazu kann aber auch Teilnahmslosigkeit ein Zeichen für Schmerz sein.
- Veränderte Beweglichkeit: Bewegungsunlust, unsicherer oder steifer Gang, Lahmheit
- Jaulen oder Winseln
- Verminderter Appetit
- Seufzen oder Stöhnen bei Berührung

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Merke: Hunde können mit uns nicht über ihren Schmerz sprechen. Deshalb ist es wichtig, bereits auf kleine Verhaltensänderungen zu achten. Sollten Sie erste Schmerz-Anzeichen bei Ihrem Tier erkennen, so vereinbaren Sie am besten sogleich einen Termin bei Ihrem Tierarzt/ihrer Tierärztin. Er/Sie kann Ihrem Tier helfen.

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