KimyDog: Schmerzursachen

Welche Ursachen kann es für die Schmerzen Ihres Hundes geben?

Schmerzauslösung kann durch viele Zustände herbei gefügt werden: neben Verletzungen und Traumata gehören auch weniger offensichtliche Krankheitsbilder dazu.

Zu diesen zählt auch die Osteoarthritis (OA). Dies ist eine degenerative Gelenkerkrankung deren Ursprung ein entzündlicher Prozess im Gelenk ist, welcher zu einer Zerstörung des Gelenkknorpels führt. Im Alter ist OA sehr häufig. Besonders betroffen sind dabei große Rassen oder auch Rassen, die in gewisser Weise genetisch disponiert sind, wie zum Beispiel Labradore und Bulldogen. Knorpelschädigungen können auf zwei Arten entstehen: zum einen durch normalen physischen Druck auf abnormale Gelenke oder aber durch abnormalen physischen Druck auf normale Gelenke. So können Gelenkinstabilität, ungleichmäßige Belastung und Verletzung eines Gelenks Arthrose begünstigen.

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Verletzungen sind beim Hund eine häufig auftretende Schmerzursache. Die Ursache des Schmerzes kann dabei in einer Vielzahl von Strukturen liegen:
- Wunden der Haut können schmerzhaft sein und gehen häufig auch mit einer Infektionsgefahr einher.
- Schmerzen in/an der Muskulatur entstehen hingehen durch andauernde Kontraktion. Eine Verletzung des Muskelgewebes zeigt sich durch Schwellung oder aber durch veränderte Bewegungsabläufe.
- Verletzungen der Sehnen und Bänder führen häufig zu sehr starken Schmerzen und können bei rückartigen Bewegungen oder Überlastungen entstehen. Die Hunde zeigen zumeist sofort nach der Verletzung eine Schonhaltung des betroffenen Bereichs.
- Brüche der Knochen treten bei einem Trauma oder aber durch übermäßigen Druck auf das Skelett auf. Bei Knochenbrüchen können auch zusätzliche Strukturen verletzt sein.

Wie auch bei Menschen, können auch bei Tieren Schmerzen durch chirurgische Eingriffe entstehen. Hierbei gilt im Allgemeinen: je stärker das Gewebetrauma, desto stärker die Schmerzen. Postoperative Schmerzen sind akute Schmerzen deren Stärke vom jeweils betroffenen Bereich abhängt. Als sehr schmerzhaft einzustufen sind zum Beispiel Operationen an Kopf, Auge und Thorax, wohingegen Eingriffe bei denen lediglich die Haut betroffen ist, häufig weniger schmerzhaft für das Tier sind.

Krebs ist eine Erkrankung, die Schmerzen verursachen kann. Zu den häufigsten Krebsarten bei Hunden gehören Mammatumore (bei Hündinnen) und Osteosarkome (Knochentumore). Die hierbei auftretenden Schmerzen können sowohl als Folge der Tumorerkrankung, als auch aufgrund der Behandlung entstehen. Ein Vergleich zum Menschen ist zulässig und lässt uns diese Form von Schmerz bei Hunden als genauso schwerwiegend betrachten.

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Merke: Im Allgemeinen werden die meisten Erkrankungen durch eine Vielzahl von Anzeichen und Symptomen angezeigt. Deshalb sollte nach den Vitalfunktionen Temperatur, Blutdruck und Atmung auch die Schmerzhaftigkeit betrachtet werden. Für Sie als Tierhalter gilt es, Ihren Hund gut zu beobachten und besonders auf Änderungen im Verhalten zu achten. Sollten Sie erste Schmerz-Anzeichen bei Ihrem Tier erkennen, so vereinbaren Sie am besten sogleich einen Termin bei Ihrem Tierarzt/ihrer Tierärztin. Er/Sie kann Ihrem Tier helfen.

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